from Nepal

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…ist so schön, das musst Du selber entdecken. „Not to miss” sind u.a.:

  • wandern in der Welt der 8’000-er Berge (Sagarmatha, Annapurna) oder andere interessante Trails (Langtang, Shukhumbu), Biking und Rafting; zumindest ein Alpenrundflug. Nutzt die Vorsaison um mehr mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten.
  • Lumbini, der Geburtsort Buddhas
  • Relaxing in Pokhara mit seinen sieben Seen
  • Jungelerlebnis in Chitwan (300 müM.)
  • Kathmandu mit der Boudhana-Stupa, Bhaktapur inkl. Dasain, Durbar-Square, Swayambhu, , Pashupatinath, Nagarkot (früh morgens)

 

Nach der Absetzung des Königs und den darauf folgenden Unruhen erholt sich Nepal fortzu. In diesen Tagen leitet das Land als Gastgeber ein weiteres Gipfeltreffen zur engen Zusammenarbeit unter den Ländern Indien, Malediven, Afghanistan, Pakistan, Butan, Sri Lanka und Nepal. Die Asphaltierung der Hauptstrasse wurde entsprechend forciert, sodass zumindest die mittleren vier Fahrspuren vor zwei Monaten fertig gestellt wurden. (Viele Strassen der Stadt sind nicht asphaltiert, weshalb die Luft in der Stadt staubig ist). Der Verkehr verläuft nun nahezu ordentlich geregelt. Weiterhin ist viel zu tun, und Nepal packt diese Arbeit an. Im Vergleich zu Indien fühle ich mich in den Strassen sehr sicher und das Essen bekommt mir deutlich besser. Die Lorell & Hardies, die in Restaurants und Hotels dauernd bereit stehen für Trinkgeld, vermisse ich nicht. Viel haben die Leute nicht und dennoch sind sie sehr freundlich, lächeln oft und weder von Kriminalität noch von (relativer) Armut ist kaum etwas zu spüren. Auf dem Land hingegen ist sie sichtlich vorhanden, doch scheint die lokale „Öffnung der Schere“ zwischen Arm und Reich gering.

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  • Hähnchen werden auf der Strasse verkauft. Diese Praxis und die damit verbundenen Erkrankungsrisiken würden unsere Gesetzeshüter wahrscheinlich als „verantwortungslos“ kommentieren. (Bei uns wurde aus Hygienegründen vorgeschrieben, die Hähnchenverpackung mit Klebband und nicht mit Bostitch zu verschliessen.)
  • In der Schule werden störende Kinder vor die Türe gesetzt und nicht ins Medikamentengeschäft mit Ritalin hineingezogen. Dafür wissen die Leute bei leichtem Unbehagen auf manches altbewährtes Hausmittelchen zurückzugreifen.
  • Eine Badmintonhalle gibt es nicht. Nach Schulende wird der Schulplatz zum Spiel genutzt.
  • Die Eltern wählen die Ehegatten ihrer Kinder aus. Sind sich die Eltern gegenseitig über ihreWahl einig, so können die Kinder kaum ablehnen. Sie werden sich mit der Zeit lieben lernen. (first marriage, then love) Diese Tradition befindet sich im Wechsel.

Es ist Erntezeit. Wir queren Landstriche und beobachten den Prozess. Die Halme werden geschnitten und getrocknet.

Danach legt man sie kreisförmig um einen Pfahl und lässt die Büffel den ganzen Tag darüber gehen, um die Körner aus ihren Ähren zu lösen. Jetzt werden die Halme gebündelt und von Hand zu Boden gepeitscht, um von ihnen das letzte Korn zu gewinnen. Die leeren Halme werden zylinderförmig aufgestapelt. Andernorts ist bereits zu beobachten, wie die Felder mit Naturdünger angereichert und der Büffel Hilfe für die nächste Saison frisch gepflügt werden.

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(zwei selbsternannte Heilige)

Pashupatinath ist einer der wichtigsten Orte, an welchem Hindus und Buddhisten sich von ihren verstorbenen Angehörigen verabschieden – IMG_4094zwei Kulturen nutzen harmonisch dieselbe Tempelanlage für einen der einschneidensten Lebensabschnitte: Von den nächsten Verwandten werden die toten Körper mit heiligem Wasser aus dem Tempel am Bagmati-River gewaschen. Dieses Ritual kann als äussert würdevoll empfunden werden. Es erfordert Überwindung. Die eigenen Hände lassen spüren, dass jemand gestorben ist. Man schenkt dem Toten die letzte Ehre, indem man ihn wäscht und mit schönen Tüchern und mit Blumen schmückt, und aufbahrt. Dann werden sie zu Fuss zur Feuerstelle am Fluss getragen. Dreimal umkreisen die Bahrenträger (Verwandte) den vorbereiteten Holzhaufen, bevor sie die Tote darauf absetzen. Sie umkreisen ihn weitere male. Der älteste Sohn (bei verstorbenem Vater), bzw. der jüngste Sohn (bei verstorbener Mutter) entzündet nun das Feuer am Mund des Toten. Die angestellten Feuermeister legen Stroh und ausreichend Holz auf den Körper. Das Feuer breitet sich aus. Die Verwandten stehen während dem vollständigen Prozess von mindestens drei Stunden bei und verabschieden sich so von der Person. Es kommt vor, dass einzelne Körperteile (z.b. Bein mit Fuss) von der Hitze nicht erfasst wurden und durch den Feuermeister den Flammen zuzuschieben sind. Am Ende wird die Asche in den Fluss gewischt und vom Wasser weggetragen. Teilweise wird Asche oder Aschewasser in einem persönlichen Behältnis aufbewahrt. – Nebenan stehen einige Tempel, die zum Beten für Fruchtbarkeit einladen. Der Kreislauf des Lebens ist geschlossen.

  •  Aus Bhaktapur sind Euch gewiss diese Bilder bekannt:

  • Mit seinen historischen Bauwerken lädt der ca. 300 Jahre alte Darbar-Square (Patan) ebenfalls zum verweilen ein:

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  • Das dort angesiedelte Patan-Museum zeigt ausgesuchte Schönheiten und erklärt diese nachvollziehbar:

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  • Nicht weit davon entfernt steht der Golden Tempel:

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  • …weitere: Dasain, Swayambhu, Pashupatinath, Nagarkot (früh morgens)

 

 

  • Doch die meisten Touristen besuchen Nepal zum wandern in der Welt der 8’000-er Berge (Sagarmatha, Annapurna); und auch wegen Biking und Rafting;

zumindest ein Alpenrundflug solltst Du Dir leisten. Nutze die Vorsaison um vor allem mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu treten.

  • Relaxing in Pokhara mit seinen sieben Seen
  • Jungelerlebnis in Chitwan (300 müM.)

 

  •  Lumbini, der Geburtsort Buddhas
    IMG_4317Wer seine Wurzeln kennt (Vergangenheit), hat ein stabiles Fundament (Gegenwart), auf dem er seine Zukunft planen kann. Deshalb wohl sucht der Mensch nach seinem Ursprung und findet diesen bei den wunderbaren, allwissenden Göttern. Zu erfahren, wo deren Sohn (Mohamed, Jesus, Buddha, etc.) – im unendlichen Universum jeweils auf unserem bescheidenen Planeten Erde – geboren wurde, beruhigt. Es gleicht einer Punktlandung. Der Geburtsort Buddhas war lange unbekannt. Seit dem Jahr 1830 suchten Europäer nach diesem Platz. Als 1893 ein nepalesischer Offizier den „Ashokan“ als Indiz zum Geburtsort Buddhas (Wiedergeburt des Gottessohn Siddharta) erkannte, war das Rennen um die Definition des genauen Orts eröffnet; verschiedene Länder stellten hierzu beträchtliche Geldmengen zur Verfügung. In der Nähe des Ashokan

IMG_4319 wurde das älteste bekannte Bauwerk Nepals freigelegt, welches aus dem Jahr 300 B.D. stammt. Nebenan zeugt der Pipal-Tree von Buddhas Umfeld (Sacret Garden). So wurde nach rund 600 Jahren dieser Ort in Lumbini wieder entdeckt; wie auch immer diese Zahl bestimmt werden konnte. Der Geburtsort Buddhas ist UNESCO-Weltkulturerbe.

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Buddha ist Teil der hinduistischen Religion, während der Buddhismus die Vor- und Nebengeschichten des Hinduismus ausblendet. Die Lehre Buddhas ist in vielen Ländern verbreitet. Diese Länder ehren ihren Gott mit Tempeln von unterschiedlicher Architektur. Zu Ehren Buddhas erstellte die UNO einen Masterplan für Lumbini, an dem jedes Land einen Tempel seiner Architektur spendet und daraus ein Park des Friedens entsteht, der am einen Ende durch den Sacret Garden und am anderen Ende durch die Friedens-Stupa begrenzt wird. Von 42 geplanten Bauwerken sind 12 erstellt.

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Der Umgang mit Problemen wird ganz unterschiedlich gehandhabt. Die einen schlagen zu, um sich gegen andere durchzusetzen und diese zu belehren. Die anderen gehen in sich, um sich selber zu verändern. Buddha äusserte sich angeblich: „Dinge laufen schief aus unterschiedlicher Ansichtssache. Ändern wir unsere Ansichten (Veränderung, Lernprozess), dann läuft weniger schief.“ Dieser Ansatz scheint mir simpel und weise. Wer Probleme aufstaut, soll einen anderen Weg einschlagen. Die einen meditieren, die anderen üben sich im Yoga, die dritten tauschen sich sonst wie aus. Wir entwickeln uns; ganze Länder entwickeln sich. Aber die Situation „auszustehen“ zeugt selten von grossen Gedanken. – Wohin soll die Reise gehen, wenn ein Land Stabilität (inneren Frieden) erreichte. Soll es tendenziell geben oder nehmen? / und aus welchen Gründen soll ein Land, das sich entwickeln möchte, „zu einer fremden Musik tanzen“, bevor es die Musik versteht?

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Dieser Beitrag wurde am 2014/11/16 um 12:29 veröffentlicht und ist unter holiday postcard abgelegt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.
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